Wer vertritt den Islam in einem
interreligiösen Dialog ?
Frage: Wer vertritt den Islam in
einem interreligiösen Dialog? Welche Maßstäbe müssen für diesen Dialog gesetzt
werden?
Allgemeines Faktum: Die undogmatischen Diskussionen über den Islam
finden immer häufiger statt. Die Gesprächsrunden sind nicht mehr einseitig
christlich besetzt. Dabei werden neue Fragen aufgeworfen, deren Antworten die
Eckpfeiler für das "neue Zusammenleben darstellen.
Faktum in Österreich: Viele der Islamischen Organisationen, die behaupten
Muslime zu vertreten, sind Verbände des POLITISCHEN ISLAM.
Fragen:
- Ist der politisch motivierte Islam
eine Gefahr für die westlichen Demokratien?
- Ist der Islam an sich demokratiefähig,
wie es von vielen Seiten behauptet wird oder nicht?
- Kann der politische Islam mehr
Menschen mobilisieren, als er ignoriert werden könnte?
Faktum: Nach einem bedingungslosen Dialog mit
Gruppierungen des politischen Islam muss etwas Wichtiges relativiert werden. Denn
es zeichnet sich eine gefährliche Entwicklung ab. Unter dem Vorwand
des Dialogs wird die Unwissenheit oder die Vorurteile mancher deutscher
Politiker, Verbände oder Kirchen über den politischen Islam ausgenutzt.
Frage: Uns stellt sich die Frage, ob uns bei der
möglichen Existenz verfassungsfeindlicher Organizationen des politischen Islam eher
Vertrauen weiterbringt oder ob wir nicht eine gesellschaftliche Gefahr
verkennen.
Faktum: Die Trennung von Staat und Kirche in Österreich
setzt eine Gleichbehandlung aller Religionsgemeinschaften voraus. Gleichzeitig
müssen jedoch die demokratischen Grundwerte eines Rechtsstaates geschützt
werden. Das bedeutet, diese darf weder zu einem Abbruch des Dialogs mit
Islamischen Gruppierungen führen, noch eine pauschale Kriminalisierung der Muslime in Österreich beinhalten.
Im Umgang mit dem
politischen Islam gibt es also weiterhin nur eine Lösung: den Dialog. Die
Auseinandersetzung muss auf einer Aufklärung über verschiedene Gruppierungen
des politischen Islam basieren, um Probleme und eventulle Missverständnisse aus
dem Weg zu räumen. In diesem Dialog dürfen Minderheiten wie die Aleviten nicht
ausgeschlossen werden. Ein Grund dafür ist, dass viele sunnitisch geprägte
islamistische Gruppierungen aus der Türkei Ihre Machtposition auf Politik bauen.
Sie spielen auch bei der Ausgrenzung anderer islamischer Minderheiten wie
beispielweise der Ahmadiya oder der Aleviten eine entscheidende Rolle: "Muslim
ist nur noch, wer die Position der sunnitischen Vereinigungen inne hat.
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